Erfolgsjournal: Der ultimative Guide über das Erfolgswerkzeug

Aktualisiert
März 31, 2020

Szymon

Autor
Szymon

Erfolgsjournal

Albert Einstein, Abraham Lincoln, Leonardo da Vinci, Marcus Aurelius, Isaac Newton, Bruce Lee, Thomas Edison, Benjamin Franklin…

Was hatten diese Persönlichkeiten gemeinsam?

Ja, sie sind alle weltberühmt geworden.

Doch sie alle hatten auch eine Gewohnheit, die sie teilten: Sie führten ein Erfolgsjournal.

Und auch in der heutigen Zeit führen viele erfolgreiche das kleine Buch mit sich. Sie nutzen es als kreative Spielwiese, zum Festhalten ihrer Ziele und Ideen oder als Ort der Selbsterkenntnis.

Zahlreich wissenschaftliche Studien belegen die positiven Auswirkungen von schriftlichem Festhalten unserer mentalen Welt. Einige dieser Vorteile sind ein höheres IQ, ein stärkeres Immunsystem und eine höhere Wahrscheinlichkeit, Ziele zu erreichen.

Wenn du noch kein Erfolgsjournal hast, dann findest du in diesem Artikel viele Ideen und Inspirationen, wie es zusammenstellen kannst.

Was ist ein Erfolgsjournal?

Ein Erfolgsjournal ist in der Regel ein Heft oder Notizbuch.

Es ist jedoch kein Tagebuch, in dem du alles Mögliche notieren und zeichnen solltest.

Im Gegensatz zu diesem hat ein Erfolgsjournal einen klaren Fokus. Es hilft dir dabei, deine persönliche Vision von Erfolg zu definieren, diese zu verfolgen und zu erreichen.

Das erfolgt auf zwei Ebenen:

  • Dein jetziges Ich. Du erkennst, wo du gerade bist.
  • Dein zukünftiges Ich. Du erkennst, wo du hinwillst.

Zwischen diesen beiden Ebenen besteht eine Lücke. 

Ein Erfolgsjournal bietet dir die passenden Werkzeuge, um die beiden Ebenen gründlich zu erkunden und um eine Brücke zwischen diesen zu bauen.

Von A nach B

Vorteile eines Erfolgsjournals

Journaling hat viele Vorteile. Es steigert deine Motivation, bringt Klarheit und schärft den Fokus auf deine Ziele.

Dennoch kenne ich nur wenige Menschen, die ein Erfolgsjournal über einen längeren Zeitraum konstant führen.

Das Problem ist, dass Erfolg Zeit braucht und Ungeduld ein großer Feind des Erfolgs ist.

Große Veränderung passieren nicht über Nacht. Sie sind das Ergebnis von vielen kleinen Schritten.

Also bleib dran und denke an die Vorteile, die ein Erfolgsjournals mit sich bringt. Hier einige davon.

Ein Erfolgsjournal bringt Klarheit

Viele Menschen sind in ständiger Bewegung. Sie sind immer beschäftigt und haben nie Zeit.

Die meiste Zeit verfolgen sie Ziele anderer und nicht ihre eigenen. Sie leben nach einem Zeitplan, den sie nicht selbst erstellt haben. Äußere Umstände bestimmen den Großteil ihres Alltags.

Am Ende des Tages sind sie geschafft, ohne was geschafft zu haben. Sie laufen, ohne vorwärts zu kommen.

Sie hinterfragen es nicht, da sie in ihrem Vorwärtsdrang nicht innehalten und reflektieren. Sie wissen nicht, wo sie sind und wo sie hinwollen.

Stell dir vor, du willst von A nach B.

Wenn du dein A nicht kennst, dann weißt du nicht wo du starten sollst und wirst den Weg nach B nicht finden.

Wenn du dein B nicht kennst, dann weißt du nicht wo hinwillst und wirst ebenfalls den Weg nach B nicht finden.

Die meisten Menschen kennen weder ihr A noch ihr B. Sie schlendern durchs Leben. Erfolg ist dann ein Zufallsprodukt.

Aber der Weg ist doch das Ziel!

Aber auch dann will ich die schönste Route nehmen und nicht durch den Sumpf fahren, in dem ich stecken bleiben kann.

Ein Erfolgsjournal ist deine persönliche Navigation. Es zeigt dir zu jedem Zeitpunkt wo du gerade bist (A), wo du hin willst (B) und wie du dahin kommst (deine Route).

Und wenn du einmal vom Weg abgekommen bist, dann merkst du das und kannst eine neue Route wählen, die dich zum Ziel führt.

Es hilft dir deine Ziele zu erreichen

Schreibe deine Ziele auf – das hast du sicherlich schon mal gehört.

Und machst du das auch?

Wenn ja, dann gehörst du zur Elite.

Mark McCormack beschreibt in seinem Buch „What They Don’t Teach You At Harvard Business School“ eine Studie, bei der Harvard-Stunden folgende Frage gestellt wurde:

„Hast du dir klare, schriftliche Ziele für deine Zukunft gesetzt und Pläne gemacht, diese zu erreichen?“

Das Ergebnis:

  • 84 % der Studenten hatte keine spezifischen Ziele
  • 13 % hatten Ziele, aber nicht schriftlich
  • Nur 3 % haben klare Ziele aufgeschrieben und einen Plan erstellt, wie sie diese erreichen wollen

Dabei sind Menschen, die ihre Ziele aufschreiben, erfolgreicher als diejenigen, die es nicht machen.

Falls du dich fragst, warum das so ist, gibt es dafür auch eine neurowissenschaftliche Erklärung.

Diese nennt sich der Generation effect.

Es ist ein Phänomen, bei dem Informationen besser in Erinnerung bleiben, wenn wir sie selbst erzeugen und diese nicht einfach nur gelesen werden.

Beim Aufschreiben werden zwei Ebenen involviert: externe Speicherung und Enkodierung.

Die externe Speicherung ist einfach erklärt.

Du legst die Informationen, die deine Ziele enthalten, an einem externen Ort ab. In dem Fall in deinem Erfolgsjournal.

Dieses ist leicht zugänglich und du kannst immer darauf zugreifen.

So kannst du beispielsweise im Zuge einer Morgenroutine deine Ziele jeden Tag reflektieren. Und je öfter du dir irgendwas machst, desto besser kannst du dir das merken.

Die zweite Ebene ist komplexer und nennt sich Enkodierung.

Es ist ein biologischer Prozess, bei dem Informationen und Erinnerungen zum Hippocampus (einem neuronalen Zentrum im Gehirn) gelangen und analysiert werden. Von dort werden einige von ihnen zur Abspeicherung in andere Teile des Gehirns weitergeleitet und bleiben so im Langzeitgedächtnis.

Dieser Prozess funktioniert besonders gut beim Aufschreiben.

Wenn du deine Ziele aufschreibst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du dich an diese auch erinnerst.

Mit einem Erfolgsjournal sorgst du dafür, dass deine Ziele immer in deinem Gehirn präsent sind.

Du lernst besser aus Erfahrungen

Unsere Erinnerungen sind flüchtig. Auch die schönsten und emotionalsten Momenten in unseren Leben verblassen mit der Zeit.

Beim Journaling hältst du den Augenblick fest. Dieser wird schon morgen zu deiner eigenen Geschichte, die wichtigen Kontext für deine zukünftigen Idee, Ziele und Pläne liefert.

Menschen lernen aus Erfahrungen. Wir machen gerne Sachen, die uns in der Vergangenheit Freude bereitet haben und meiden solche, die mit Schmerz verbunden sind.

Bei jeder Tätigkeit sucht dein Gehirn nach dieser Verbindung und fragt sich „lohnt sich das?“.

Erinnert es sich an etwas Positives, werden Botenstoffe wie das Dopamin (ein wichtiges Glückshormon) ausgeschüttet, die unsere Aufmerksamkeit erhöhen und Lust auf mehr machen.

In deinem Erfolgstagebuch baust du zwei Verbindungen auf.

Die erste verbindet dein Tun mit deinen Erfolgen.

Die zweite verbindet dein Tun mit deinen Misserfolgen.

Dein Erfolgsjournal macht sichtbar, was funktioniert hat und was nicht und warum. Mit diesen wertvollen Informationen kannst du dein zukünftiges Verhalten besser ausrichten.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, am Ende des Tages jeweils eine Sache aufzuschreiben mit der ich zufrieden und unzufrieden war. Dazu stelle ich mir die Frage warum etwas geklappt oder nicht geklappt war und was ich gegebenenfalls ändern könnte.

Ein Erfolgsjournal befreit deinen Kopf

Starke Emotionen prägen sich in unseren Köpfen ein. Vor oder nach einem wichtigen oder emotionalen Ereignis kannst du nicht sofort einschlafen oder du nimmst eine innere Unruhe oder Aufregung wahr.

Dieses Gefühl kann auch dich noch nach Tagen, Woche, Monaten beschäftigen. Und obwohl es der Vergangenheit gehört, lenkt es dich von aktuellen Ereignissen ab.

Aber auch simple Gedanken, wie unerledigte Aufgaben oder anstehende Deadlines, können deinen Kopf sabotieren. Und wenn dein Kopf beschäftigt ist, hindert das deinen Fokus und deine Produktivität.

In der Psychologie nennt man dieses Phänomen den Zeigarnik-Effekt. Dieser besagt, dass du dich besser an unvollendete Aufgaben erinnern als an abgeschlossene.

Das klingt im ersten Moment nützlich und oft ist es das auch.

Es sorgt aber auch dafür, dass du an Sachen denkst, an dich du gerade nicht denken willst („oh, ich muss noch das und das zu Ende machen“ während du an einer wichtigen Aufgabe arbeitest).

Indem du deine Emotionen und Gedanken aufschreibst, befreist du deinen Kopf von diesen. Du kannst sie mit Abstand, aus einer anderen Perspektive betrachten.

Dein Erfolgstagebuch wirkt befreiend und hilft dir dabei, dich wieder auf das Wesentliche und auf deine Ziele zu fokussieren.

Es hilft dir am Ball zu bleiben

Der 1. Januar ist der Tag, an dem Millionen von Menschen ihre Ärmel hochkrempeln, um ihr Leben zu ändern. Die alljährlichen Neujahrsvorsätze.

Ich höre auf zu rauchen.

Ich mache mehr Sport.

Ich nehme ab.

Ich trinke weniger Alkohol

Die Liste ist lang.

In den ersten zwei Januarwochen scheint die Welt in Ordnung zu sein. Volle Fitnessstudios, hunderte Jogger im Park, weniger Menschen bei Mc Donald’s.

Doch Studien zeigen, dass bereits im Februar ca. 45 % der Menschen ihre Neujahrsvorsätze verwerfen und in ihr altes Leben zurückkehren.

Eine Auswertung der Daten von Strava mit über 800 Millionen Usern hat ergeben, dass der 19. Januar der Tag ist, an dem die meisten aufgeben. Sie nennen ihn den „Quitter’s Day“.

Doch Neujahrsvorsätze sind nur die Spitze des Berges. Menschen bleiben selten ihren Zielen treu. Sie bleiben nicht am Ball.

Eine der Ursachen ist, dass nicht die nötigen Gewohnheiten bilden und kurzfristiges Vergnügen über langfristigen Erfolg stellen.

Eine Zigarette beruhigt und gibt ein sofortiges Gefühl der Sicherheit. Zudem wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet.

Eine Joggingrunde ist anstrengend und man ist danach kaputt. Du leidest. Es dauert Wochen oder Monate bis sich Erfolge einstellen.

So weitsichtig ist unser Gehirn leider nicht. Es versucht in jedem Moment Energie zu sparen und ist süchtig nach Dopamin. Und schlechte Gewohnheiten schaffen beste Voraussetzungen dafür:

  • Rauchen
  • Süßigkeiten
  • Fast Food
  • Alkohol
  • Drogen

Das sind alles richtige Dopamin-Booster – zu unserem Nachteil.

Doch du kannst dich wehren, indem du deine guten, langfristigen Gewohnheiten in kleine Schritte aufteilst und Mikro-Erfolge feierst.

Große Veränderungen sind selten die Folge von großen Ereignissen. Sie sind das Ergebnis von vielen kleinen Gewohnheiten.

Wie du gleich lernen wirst, hilft dir ein Erfolgstagebuch dabei, diese zu bilden.

Aufbau eines Erfolgsjournals

Ein Erfolgsjournals ist sehr individuell und kann nach eigenen Bedürfnissen und Vorlieben gestaltet werden.

Ich halte mein Journal schlank und simple. Es verfolgt nur ein Ziel:

Es soll mich bei der Erreichung meiner Vision und meiner Zielen unterstützen. Alles andere blende ich aus.

In den folgenden Absätzen zeige ich dir, welche Bestandteile mein Erfolgsjournals beinhaltet und wie ich diese nutze. Es soll als Inspiration dienen, du kannst deins anders gestalten.

Lebensplan

The empires of the future are empires of the mind.

Winston Churchill

Der Lebensplan ist wie ein Kompass für dein zukünftiges ICH.

Er zeigt dir, in welche Richtung du gehen willst und ist ein maßgebend für deine Ziele (dazu gleich mehr). Er ist deine Inspiration und Motivation, die dich auch durch die schweren Momente leitet. Er ist mein warum.

Wie soll dein perfektes Leben aussehen?

Was ist dir im Leben wichtig?

Welche Werte verfolgst du?

Mit wem willst du dein Leben verbringen?

Bei der Erstellung solltest du dir Zeit lassen. Ein Lebensplan entsteht nicht an einem Nachmittag. Denke GROß! Dein Lebensplan soll dein perfektes Leben abbilden.

Auch wenn du ein introvertierter, bescheidener Typ bist, sei nicht schüchtern und gehe aus dir heraus. Es ist DEIN Lebensplan, den ansonsten niemand sehen muss.

Es gibt hier kein richtig oder falsch.

Sollte es dir schwerfallen, dann stelle dir folgende (etwas drastische) Situation vor:

Es ist deine Beerdigung und zahlreiche Gäste sind gekommen, um dich zu verabschieden. Jemand aus deiner Familie, deinem Arbeitsumfeld, deiner Stadt und ein guter Freund halten Reden, in denen sie sich an dich erinnern und über dich erzählen.

Was willst du, dass diese Personen über dich sagen?

Ich verwende für meine Vision immer die ersten 1-4 Seiten meines Erfolgsjournals und lese sie mindestens einmal in der Woche.

Ziele

Deine Lebensplan ist das große Ganze. Ein langfristiger Fahrplan ohne ein genaues Datum.

Im Gegensatz dazu sind Ziele sehr konkret. Sie haben eine feste Deadline und sollten messbar sein.

Es ist wichtig, dass du deine Ziele in sinnvolle Häppchen aufsplittest. Ich arbeite mit folgenden Zielsetzungen und gehe diese von oben bis unten durch.

Bild Pyramide der Ziele

Dadurch stellst du sicher, dass deine kurzfristigen Ziele deinen langfristigen und deinem Lebensplan dienen.

Ziel für die nächsten 6 Monate

Auf den folgenden Seite schreibst du dein größtes Ziel auf, das du im nächsten Halbjahr erreichen willst. Denke daran, dass es messbar sein muss.

„Ich will abnehmen“ ist demnach kein gutes Ziel. Was bedeutet das überhaupt? 5 kg? 1 kg? 20 kg?

Bei der Formulierung kannst du nach der SMART-Methode vorgehen.

Es gibt aber auch noch eine andere Methode.

Ich nutze die sogenannten Objective und Key Results – kurz OKRs.

Nie gehört?

OKRs sind eigentlich eine Methodik zur Festlegung der Unternehmensziele und wurde von Intel entwickelt. So richtig bekannt wurde sie aber erst durch Google.

OKRs werden von Unternehmen verwendet, um fokussiert zu bleiben und ihre Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich habe damit auch schon erfolgreich bei verschiedenen Unternehmen gearbeitet und entschieden, meine individuellen OKRs zu erstellen und es für die persönlichen Ziele zu nutzen.

Ein OKR-Framework besteht immer aus zwei Teilen: Objectives & Key Results.

Objectives
Das Objective bestimmt die Richtung, in die du gehen willst. Es ist inspirierend und qualitativ (beinhalten keine Zahlen).

Es beantwortet die Frage: Was willst du erreichen?

Key Results
Key Results messen den Fortschritt deiner Zielerreichung. Sie sind präzise und qualitativ.

Sie beantworten die Frage: Woher weißt du, ob du dein Objective erreicht hast?

Ein Beispiel:

Objective: Ich verdiene Geld mit meinem Blog und werde unabhängiger
Key result 1: Ich veröffentliche 30 Blogposts
Key result 2: Ich generiere 1500 E-Mail-Abonnenten
Key result 3: Ich generiere 500 Euro pro Monat

OKRs sind in meinen Augen viel besser als traditionelle Ziele, da sie den Lebensplan mit den Zielen besser verbinden und sehr fokussiert sind. Sie motivieren, inspirieren und machen es einfach, die Ziele zu verfolgen.

Wie viele Objectives und Key Results solltest du aufschreiben?

Hier kommt der eigentliche Trick.

Du schreibst nur ein Objective und maximal drei Key Results auf.

Zu viele Ziele sind für mich einer der Gründe warum Menschen ihre Ziele nicht erreichen. Sie überfordern.

Frage dich, was die eine Sache ist, die dich deinem Lebensplan näher bringen wird. An dieser wirst du im nächsten halben Jahr arbeiten.

Also: Ein Objective, drei Key Results.

Wochenziel

Jetzt weißt du, was du in den nächsten sechs Monaten erreichen willst (Objective) und auch wie du es erreichst (Key Result). Der nächste Schritt ist viel kleiner.

Jeden Sonntagabend setzte ich mir ein Ziel für die kommende Woche. Es ist wieder nur eine einzige Sache, auf die ich mich konzentriere.

Zu viel Auswahl ist schlecht. Es liegt in menschlicher Natur, die kleinen und einfachen Tasks anzugehen.

Wenn du fünf auf der To-do-Liste hast, dann machst du nicht unbedingt das Wichtigste, sondern womöglich das Einfachste. Dann hast du vielleicht das Gefühl, was getan zu haben, aber was zu tun bedeutet nicht unbedingt voranzukommen.

Mit einem Ziel kannst du den Weg des geringsten Widerstands nicht gehen. Dir fehlen die Optionen.

Ich werde einen Blogpost über [Thema] bis Ende der Woche veröffentlichen.

Ich werde in der kommenden Wochen insgesamt 30 km laufen.

Ich werde in der kommenden Woche das Buch [Titel] lesen.

Also:

Was ist dein wichtigstes Ziele für die anstehende Woche?

Tagesübersicht

Ich schließe jeden Tag mit einer Abendroutine ab, bei der ich den vergangenen Tag kurz reflektiere und den nächsten Tag plane.

Ich mache es Abends, da mein Kopf dadurch freier wird und mein Unterbewusstsein sich in der Nacht auf den nächsten Tag einstellen kann.

Das erfolgt alles in einer Tagesübersicht, die aus vier Teilen besteht:

  • Die wichtigste Tätigkeit
  • Tagesplan
  • Platz für Notizen und Gedanken
  • Reflexion

Die wichtigste Tätigkeit
Jetzt geht es nicht mehr so sehr um ein Ziel, sondern um das, was ich konkret tun werde.

Was ist der Unterschied?

Wochenziel: Schreibe einen Artikel mit 3.500 Wörtern über Journaling
Tätigkeiten: Recherche, Struktur planen, Schreiben

Ein Ziel kann aus mehreren Tätigkeiten bestehen. Eine Tätigkeit bleibt eine Tätigkeit.

Stelle dir die Frage:

Welche Tätigkeit bringt mich heute am meisten meinem Wochenziel näher?

Formuliere die Antwort als Intention, z. B.:

Ich werde heute die Struktur für den Blogpost über [Thema] erstellen.

Ich werde heute 500 Wörter für den Artikel über [Thema] schreiben.

Ich werde heute in der Mittagspause 45 Minuten laufen gehen.

Achte dabei auf Tätigkeiten, die dir nur das Gefühl geben voranzukommen. Ich nenne sie Pseudotätigkeiten. Dazu gehören oft Recherche, Videos anschauen, Lesen, etc.

Sie können dir das Gefühl geben was getan zu haben, aber im Endeffekt bist du deinem Ziel kein Stück näher gekommen.

Wir mache sie, weil sie uns ein gutes Gefühl geben und oft einfacher und unterhaltsamer sind als deine wichtigste Tätigkeit – und das gefällt deinem Gehirn, das Energie sparen und unterhalten werden will.

Du kannst 10 Videos und 2 Bücher zu einem Thema für deinen Blog schauen bzw. lesen. Am Ende hast du aber immer noch 0 Wörter geschrieben.

Tagesplan
Wenn du richtig produktiv sein willst, dann braucht deine zuvor formulierte Intention eine weitere Ebene:

Eine Zeitangabe, wann du diese erledigst.

Dadurch ist aus einem losen Vorhaben, ein Plan geworden, zu dem du dich schriftlich bekennst.

Ich erstelle dafür einen simplen Tagesplan, in dem ich die Tätigkeit fest mit einer Uhrzeit einplane.

Es geht hier nicht darum, deinen kompletten Tag detailliert durchzuplanen, sondern darum, Platz für die eine, wichtigste Tätigkeit zu schaffen.

Platz für Gedanken und andere Aufgaben
In meiner Übersicht lasse ich auch genügend Platz für unverbindliche Notizen.

Ich schreibe dort neue Ideen auf oder Aufgaben auf, die ich sonst noch erledigen möchte, die aber keine höchste Priorität für mich haben.

Dadurch schaffe ich Platz in meinen Kopf und muss mich mit diesen Sachen vorerst nicht beschäftigen.

Reflexion am Ende des Tages

Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.

Bertold Brecht

Am Ende des Tages beantworte ich zwei Antworten als Selbstreflexion auf diese Fragen:

Womit bin ich am meisten zufrieden und warum?

Womit bin ich am meisten unzufrieden und warum?

Ich halte diesen Abschnitt schlank und simple um mich nicht zu überfordern. Weniger ist mehr.

Wenn du täglich nur eine einzige schlechte Sache identifizieren und abstellen und eine Gute behalten würdest, dann wärst du am Ende des Jahres ein Supermensch.

Habit Tracker

Der Effekt von guten Gewohnheiten ist oftmals verzögert. Die Ergebnisse werden erst nach Wochen oder Monaten sichtbar.

Ähnlich ist es, wenn du schlechte Gewohnheiten abbauen möchtest. Kein Fast Food zu essen kann dir dabei helfen abzunehmen und sich besser zu fühlen, den Erfolg siehst du aber erst nach Woche.

Es gibt aber ein Tool, mit dem du die kleinen Erfolge sofort sieht: der Habit Tracker.

Ein Habit Tracker ist eine einfache Methode um Gewohnheiten zu tracken und hat viele Vorteile.

  • Es erinnert dich an deine Gewohnheiten
  • Es motiviert dich, da dein Fortschritt visualisiert wird.
  • Es fühlt sich richtig gut an, wenn du am Ende des Tages deine Kreuze machst.
  • Du willst deine Kette nicht durchbrechen und einen leeren Platz in deinem Tracker haben.

Er kann sehr einfach in Form eines Kalenders aufgebaut sein. Du machst jeden Tag ein Kreuz, wenn du deine Gewohnheit gemacht hast.

Oder du baust dir deinen eigenen Gewohnheitstracker. Bei mir sieht dieser so aus:

Eine Zeile pro Tag

Die Idee eines Tagebuchs, in dem man alle Ereignisse festhalten kann, ist toll. Dennoch habe ich es nie geschafft ein traditionelles Tagebuch zu führen.

Damit meine ich alles aufzuschreiben, was ich erlebt habe, was den Tag so wundervoll gemacht hat und was ich Gutes für jemanden getan habe und viele mehr.

Vielleicht ist einfach zu kompliziert und aufwendig.

Vielleicht sehe ich aber auch keine Verbindung zwischen der Erreichung meiner Ziele und dem, was ich in einem Tagebuch aufschreibe (ich bin sehr zielorientiert).

Doch man kann auch seine eigene Geschichte aufschreiben, ohne gleich ein ganzes Buch zu führen.

Dafür reicht eine einzige Ziele. In dieser schreibe was ich an dem Tag erlebt habe, wofür ich dankbar bin oder wie ich mich fühle.

Es in nur einer Zeile festzuhalten erfordert Fokus. Dort ist nur Platz für das Allerwichtigste. Dadurch ist es aber auch schnell erledigt und macht Spaß.

Hier sind einige Ideen, worüber du schreiben könntest:

  • Was war das wichtigste Ereignis heute?
  • Wie hast du heute geschlafen?
  • Wofür bist du dankbar?
  • Wie fühlst du dich heute?

Und jetzt kommst du

Das war sie. Die Anleitung für deinen Erfolgsjournal.

Bei regelmäßiger Anwendung wirst du schnell die Vorteile merken. Dir wird klar sein, was du willst und wie du es erreichst.

Die Tagesübersicht mit ihrer festen Planung hilft dir zudem, fokussierter über einen längeren Zeitraum zu arbeiten.

Die täglichen Reflexionen helfen dir dabei, kurz nach Innen zu schauen, um mit voller Kraft in den neuen Tag zu starten.

Doch was ist mit dir?

Führst du bereits ein Erfolgstagebuch? Wie sind deine bisherigen Erfahrungen?

Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren.

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